Das erste Training der Skispringer am Vormittag in Oberwiesenthal war von Tests geprägt. Neue Ski, neue Bindungen. Trotz allem probieren stand auch der Technische Ablauf des Sprungs unter Beobachtung. Mit mehreren Kameras war das Institut für angewandte Trainingswissenschaften mit vor Ort und analysierte die Sprünge. Die schon seit DDR Zeiten existierende Kraft Messplattform, welche im Schanzentisch eingebaut ist, lieferte dazu noch Daten wie gut der Absprung eines jeden Skispringers ist.
Nach aller Analyse und allen Tests ging es dann in das Jens Weißflog Appartementhotel zum Mittag. Pasta a la Roberto in Butter mit Cherrytomaten gedünstet und einer Hähnchenbrust in einer Parmesan-Eihülle (benannt nach dem erfolgreichsten italienischem Skispringer Roberto Cecon) sowie einem kleinen Salat ließen dann auch jeden wieder zu Kräften kommen. Die anschließende Videoanalyse wurde glatt zur verlängerten Mittagspause, da einsetzender starker Regen die nächste Trainingseinheit verzögerte. Das Nachmittagstraining wurde aber dann doch noch durchgeführt.
So wie heute sieht man die Schanzen in Lahti selten. Sonnenschein minus zehn Grad (was wiederum für finnische Verhältnisse normale Wintertemperaturen sind) und kaum Wind. Das letztere ist wohl die wichtigste Meldung, da das gestrige Springen der Nordischen Kombination abgesagt wurde und das spätere Mannschaftsskispringen mit nur einem Durchgang über die Bühne ging. Janne Ahonen glänzte zwar nicht auf der Schanze, was bei seiner Verletzung (Bänderanriss im Knie) nicht verwundert, aber dafür mit eigenem VIP Zelt und der Ausstellung seines Rennautos.
Das Mannschaftsskispringen gewannen die Norweger vor Österreich und Deutschland.
Heute steht das Einzelskispringen auf dem Programm. Gregor Schlierenzauer, der gestern noch wegen einer Erkältung fehlte will den im Gesamtweltcup Boden auf Simon Ammann gut machen. Stark im Training und auch gestern im Team Wettbewerb war Adam Malysz der sicher auch heute ein Wörtchen mitreden will. Aus deutscher Sicht sind immer noch Michael Neumeier und M. Uhrmann für gute Plazierungen gut.
Heute findet das von Harrachov - Tschechien verschobene Weltcupspringen in Engelbergn statt. Ich bin live vor Ort und wer möchte schaut am besten um 13.45 beim ZDF rein.
Das ausgefallene Skispringen der vergangenen Woche wird nun am Freitag in Engelberg als zusätzlicher Wettkampf ins Programm genommen. Live im Fernsehen zu sehen bei ZDF ab ca 13.35 Uhr.
Kati Witt und Jens Weißflog TV-Experten
ARD und ZDF verpflichten sächsische Stars für Olympia in Vancouver.
Live schlägt alles – nach dieser Fernseh-Weisheit senden ARD und ZDF von den Olympischen Winterspielen vom 12. bis zum 28. Februar 2010 in Vancouver. Die beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten übertragen an 17Tagen 221 Stunden direkt. Aufgrund der neunstündigen Zeitverschiebung im Vergleich zu Kanada müssen sich die Sport-Anhänger hierzulande zwar auf viele Nacht-Sendungen einstellen. Sie sehen aber die Entscheidungen in vielen Sportarten zur besten Sendezeit. Die zwei Kanäle übertragen von 18 bis 9 Uhr live. Sie wechseln sich in der Berichterstattung täglich ab. Die ARD beginnt am 12. Februar 2010 von 19 Uhr an mit der Qualifikation im Skispringen und in der Nacht mit der Eröffnungsfeier.
„Die Kooperation ist nicht neu“, erklärte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender gestern bei der Programmpräsentation in der kanadischen Botschaft in Berlin. Er meinte, dass „uns die finanziellen und ökonomischen Rahmenbedingungen geradezu zu einer noch besseren, intensiveren und rationelleren Zusammenarbeit zwingen“. „Viele Höhepunkte finden abends statt. Diese Spitzenereignisse sind zur besten Sendezeit nach 19 Uhr zu sehen“, sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz. Das gilt beispielsweise für Skispringen und Biathlon. ARD und ZDF zählen sie zu den garantierten Quotenbringern.
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Donnerstag, 10. Dezember 2009
(Sächsische Zeitung)