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Sommer Grand Prix Nordische Kombination

Noko Sommer Grand Prix 2014 Vom 22. bis 24. August 2014 gibt es wieder hochklassigen Wintersport in Oberwiesenthal. Die Weltelite der Nordischen Kombination hat ihre erste Station des Sommer Grand Prix in Oberwiesenthal. Mit dabei sind der Olympiasieger von Sotschi 2014 Eric Frenzel, welcher in Oberwiesenthal Heimspiel hat, die weiteren Medaillen Gewinner des Team Sprint, Björn Kircheisen, Fabian Riesle und Tino Edelmann und Etliche weitere Nationen die bereits gemeldet haben. Darunter Favoriten wie das Team des DSV, die Österreicher und Norweger. Die Polen, die USA, Japan und die in unserem ( Jens Weißflog Appartementhotel) unterkommenden Italiener sind mit dabei.  Sportlich geht es auf der Fichtelbergschanze am Freitag den 22.08. mit Training los. Der Anlauf der Fichtelbergschanze wurde im letzten Jahr mit hohem finanziellen Aufwand erneuert. Eine neue Anlaufspur, die Verbreiterung des Anlauf im oberen Teil mit besseren Möglichkeiten zum  Anschnallen der Ski, eine neue Spurfräse für den Winter, neue Elektrik und die Sanierung des Turmes innen und außen lassen nun optimale Trainings und Wettkampfbedingungen zu. Mit der neuen Flutlichtanlage können Training und Wettkämpfe nun auch in den Abendstunden stattfinden. Auf der Schanze und  in der Stadt am Fichtelberg steht traditionell am Samstag zunächst ein Teamsprint-Wettkampf  mit je 2 Sportlern einer Nation, mit Skispringen auf der Fichtelbergschanze und anschließenmdem 7,5 km Lauf auf dem Programm. Am Sonntag wird das Einzelrennen nach Gundersen ausgetragen. Dabei absolvieren die Athleten einen Sprung von der Fichtelbergschanze sowie eine Distanz von 10 km mit Skirollern.  Der Langlauf, welcher im Sommer auf Skirollern absolviert wird, führt auf einem durch die Stadt führenden Kurs. Start und Ziel wird dabei der Marktplatz mitten im Stadtzentrum von Oberwiesenthal sein. Zeitplan Sommer Grand Prix Nordische Kombination

Sommer Grand Prix der Nordisch Kombinierten

“Biege ich ab, oder fahre ich noch eine weitere Runde im Feld?” Diese Frage haben sich zahlreiche der 65 Starter beim ersten Penalty Race im Rahmen des FIS Sommer Grand Prix 2011 in Oberwiesenthal gestellt. Bei der Premiere des neuen Wettkampfformats geht es darum, Strafrunden abzuarbeiten, die man sich auf der Schanze durch zu geringe Weite eingehandelt hat. Für Johannes Rydzek stellte sich diese Frage nicht. Denn der Oberstdorfer sprang von der Fichtelbergschanze auf die Jury-Weite von 101 Metern und erzielte damit die notwendigen Meter, um ohne Strafrunde durch den 10km-Kurs zu kommen. Ein unschätzbarer Vorteil, den der 19-Jährige Vorjahres-GP-Sieger nutzte, um sich nach dem dritten Platz vom Vortag den Sieg zu sichern.

Unangefochten war Rydzek bei diesem Unterfangen allerdings nicht. Denn Sieger des Springens war der Norweger Jan Schmid mit einer Weite von 102 Metern, der sich damit den zehn Sekunden Zeitbonus sicherte und vor dem Feld startete, das im Massenstart ins Rennen im Stadtkern von Oberwiesenthal ging. Nach dem ersten der sechs Durchläufe hatte das Feld den Leader allerdings schon eingeholt.

Dem US-Amerikaner Bill Demong gelang es, sich im zweiten Umlauf vom Feld abzusetzen. Jedoch hatte der 31-Jährige die Bürde einer Strafrunde zu tragen. In Runde zwei entschied sich der Weltmeister von 2009 dazu, in die Strafschleife rund um das Eislaufzentrum zu gehen. Damit war der Weg frei für Rydzek und Schmid. Beide duellierten sich bis zur Schlussrunde. Wie am Vortag fiel die Entscheidung auf den letzten Metern, als Rydzek sich von seinem Kontrahenten absetzte. Mit dem Sieg übernahm der Bayer die Führung in der Gesamtwertung der Sommerserie mit 160 Punkten.

“Ich habe mich heute gut gefühlt und riesig gefreut, hier gewonnen zu haben. Während des Rennens habe ich meine Taktik geändert”, sagte der Tagessieger.

Hinter Rydzek und Schmid erreichte Bill Demong trotz Strafrunde als Dritter das Ziel. Nur wenige Meter dahinter Jason Lamy Chappuis. Der amtierende Gesamtweltcupsieger musste ebenfalls eine Extra-Runde um das Eisstadion drehen. Chancenlos war Eric Frenzel. Der Vortagessieger musste sich seinem Heimpublikum für vier Extrarunden präsentieren und wurde am Ende 20.

Die Athleten zeigten sich vom neuen Format nicht abgeneigt. “Es ist schön, eine komplett neue Idee zu haben. Sicherlich muss noch einiges angepasst werden, zum Beispiel müssten die Korridore auf der Schanze für die Anzahl der Strafrunden angepasst werden”, sagte Jan Schmid. Bill Demong sieht im Penalty Race eine Herausforderung für die Sportler. “Die richtige Taktik ist besonders wichtig. Ich hatte mir vorgenommen, in der zweiten Runde in die Strafrunde zu gehen, das war ein Fehler. Der Knackpunkt bei diesem Wettkampf ist das Skispringen, es ist enorm wichtig, ohne Strafrunden auszukommen.”

Das Penalty Race wird möglicherweise noch einige kleinere Veränderungen erfahren. “Das war ein sehr guter Test. Einige Details müssen noch angepasst werden”, sagte FIS-Koordinator Lasse Ottessen und kündigte für Liberec Gespräche mit Trainern und der FIS-Exekutive an. Dort steht am Mittwoch ein Gundersen-Wettbewerb auf dem Programm, ehe das Finale der Sommerserie in Oberstdorf mit zwei weiteren Einzelwettbewerben steigt.
(C) www.nordische Kombination.de

Der Wert von Gold

Es war bei den Olympischen Spielen in Peking, als ein TV-Reporter gemeint hatte: „Mit den Goldmedaillen im Fechten von Britta Heidemann und Benjamin Kleibrink ist die Sportart bei uns in den nächsten vier Jahre weiter vertreten.“ Das klingt krass – ja kann denn eine Disziplin medial nicht verfolgt werden, weil der Erfolg ausbleibt?! -, ist aber so. Der sportliche Erfolg, der im Moment des Triumphs an einen einzigen Namen festgemacht wird, setzt einen Kreislauf im Gange, der weit mehr wert ist als das Gold, das um den Hals des Akteurs baumelt.
Eric Frenzel ist Weltmeister der Nordischen Kombination. Er ist Weltmeister einer Sportart, die in den letzten, sagen wir: zwölf Monaten nicht gerade einen leichten Weg gegangen ist. Er ist Weltmeister einer Sportart, die ihm in diesem Winter kaum die Bühne gegeben hat, sich zu beweisen.
Es sollen an dieser Stelle keine Märkte abgewertet werden. Klar ist jedoch, dass gerade Deutschland für die Nordische Kombination gleichermaßen Traditions- und Zukunftsmarkt in einem ist. Es tut weh, daran zu denken, dass im laufenden Weltcupwinter nur ein einziger Ort Kombinations-Weltcups austrug. Es tut weh, daran zu denken, dass ein Deutscher TV-Sender gerade mal ein paar Minuten von einem Weltcup-Event zeigte.
Und deswegen ist die Leistung Eric Frenzels, gefolgt von jener Tino Edelmanns und Johannes Rydzeks, doppelter und dreifacher Balsam: weil es leicht sein kann, dass die Kombinierer als erfolgreichste Sparte des Deutschen Skiverbandes von dieser WM nach Hause zurück kehren und deswegen in ihrem Verband (noch) mehr Aufmerksamkeit erfahren; weil ein zweiter Weltcuptermin in Deutschland nach den heutigen Ergebnissen fix sein sollte; weil die Sportart noch mehr in den Blickpunkt der (elektronischen) Medien rücken könnte.
Schon klar. Die internationale Szene und ihre Verantwortlichen, die Vertreter anderer Märkte können und dürfen sich jetzt nicht zurücklehnen und sagen: Ihr Deutschen, macht mal. Weiterhin ist jeder/jede gefordert, im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten bestmöglich für die Nordische Kombination tätig zu sein. Der Weg, der in diesen Wochen und Monaten von Komitee-Vorsitzenden Roman Kumpost beschritten wird, scheint der richtige zu sein.
Doch der heutige Dank gebührt nicht Kumpost, sondern Frenzel. Möge er in erster Person seine Goldmedaille auch versilbern können. Doch möge seine Medaille Nachhaltigkeit besitzen, die noch in zwölf oder 24 Monaten gespürt werden kann.
(Egon Theiner)
(C) nordische-kombination.de

Gold

Goldmedaille für Eric Frenzel in der Nordischen Kombination.
Heute morgen vor dem Skispringen hatte ich noch kurz Gelegenheit mit ihm zu sprechen. Locker und gelöst aber auch ein bisschen in Konzentration, so könnte man seinen Stimmungszustand beschreiben.
Der weiteste Sprung beim Skispringen mit Schanzenrekord war sicher der Grundstein für die Goldmedaille.
Trotzdem war die Spannung kaum zu überbieten und jeder bangte hier vor Ort mit, ob denn auch der Vorsprung halten würde. Riesen Freude sicher auch in Geyer, wo Eric Frenzel her stammt aber auch in Oberwiesenthal seinem Trainingsstützpunkt. Hoffentlich weiß das die Stadt Oberwiesenthal auch zu schätzen.